Ode an…

Wir holten Dich im Januar, 
vor über dreißig Jahren.
Heraus aus einem Angebot,
wo and’re mit Dir waren.

Von Anfang an der Mittelpunkt,
umringt häufig von Vielen,
behutsam oder Missgeschick –
Du warst zwischen den Stühlen.

Die Wunden die Dir zugefügt,
ich konnt‘ sie nicht verhindern,
allein mir blieb im Nachhinein, 
den Schmerz etwas zu lindern.

Ich sitze nun, auch Du bist hier –
Erinnerungen schweben,
zwar greifbar und doch sehr weit fort –
wie manches mal im Leben.

Du trägst auf Dir zwei Kindheiten,
mit Knete, Kritzeleien –
meist auf Papier und durchgedrückt –
nicht immer bei den Zweien.

Das Alter – nun man sieht’s Dir an –
mein ganzes halbes Leben,
es ist entschieden hier und jetzt,
es wird Dich weiter geben.

Du bist und bleibst der Mittelpunkt,
Ort für Familienfragen,
kein Hobel, Schleifklotz wird benutzt, 
Geschichten abzutragen.

Für Fremde nicht schön anzuseh’n,
die Fläche matt und doch,
Du bist der beste Küchentisch,
erfreust uns immer noch.

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