Leichte Last

Leichte Last,
habt ihr gedacht,
der schwere Mut,
habt mich verlacht.

Ein Holzlineal,
ein Nachtgebet,
bloßes Leben,
ungelebt.

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ich sein

Wenn alles geschrieben,
die Feder liegt brach,  
der Poet der Selbstsamen 
letzten Worten ruft nach,

’nehmt meine Gedanken,
verschafft selbst euch Gehör‘,
ich bin, der ich bin,
nichts wollt‘ ich je mehr.

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Ach Menschheit

Gleißend graue Wolken
ziehen am Firmament.  
Tun nicht, was wir sollten,
Einer dem Ander’n fremd.

Würden wir uns einen,
ganz gleich, ob alt, ob jung,
kein Arg könnt‘ uns so peinen.
Ach Menschheit, du bist dumm.

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Liebesstreif

Liebe, sag, bist Du das.
Ich bin, der mit sich spricht.
Schau der Menschenmenge
furchtflößend ins Gesicht.

Kenn‘ Deine Züge, abgewandt.
Bin verloren, Aug‘ in Auge.
Sage nur, geh‘ Deines Wegs,
glaub‘ nicht, 
dass ich Dir tauge.

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Immer noch

Immer noch, fühl ich mich wenig,
wenn ich vor Akademik steh‘,
ehrfurchtsvoll, gebückte Haltung,
Zeit nun, dass ich aufrecht geh‘.

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Scheinbar

Nur scheinbar an
mir interessiert.

Und schon.

Überspringt ein
Rad, beim Greifen
in ein anderes,
einen Zacken,
dieser entfällt mir

und legt sich meinem
Gegenüber vor die
Füße.

Diese/r
weiß nicht.

Der feuchtkühle
Herbstlaubwaldweg
ignoriert mein schiefes

Grinsen.

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Dich

Kein zweites Mal
traf ich ein Mädchen,
mit dem zu schweigen
mich mehr erfüllte,

das soviel über Fauna
und Flora, in all ihrer
wundersamen,
prachtvollen,
Schönheit
zu schweigen wusste.

Diese Eine,
Dich.

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Ich grüße Dich, Herbstregen

Ich grüße Dich, Herbstregen,
seh‘, Du freust Dich auch.
Hast Harvesterspuren
gefüllt ihren Bauch.

Holzernte,
Weg von Stämmen gesäumt.
Spazierschwebend,
feuchtkühler Poet, der träumt,

ihn nässende Wolfswimpern
an seiner Wang‘,
– ein Lächeln umspielt
seinen Mund -,
ohne Bang‘.

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Schöne Worte

Als Junge von Worten umgerannt,
ein Lachen trieb sie vor sich her.
Das Schöne in Worten,
im Alter erkannt,
will ’s missen nun nimmer mehr.

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