Jesus liebt Dich

Suche Liebe,
hab kein Empfinden.
Suche Liebe,
spür mich verschwinden.

„Jesus liebt Dich“,
hör‘ ich euch noch reden.
Es sollte genügen.
Wie damit leben?

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Hast du ihn gesehen?

Hast du ihn gesehen?
Er ruft, und du siehst
niemanden sonst.

Hast du ihn gesehen?
Er spricht, und du siehst
niemanden sonst.

Hast du ihn gesehen?
Er flüstert, und du siehst
niemanden sonst.

Hast du ihn gesehen?
Er weint, und da ist
niemand außer dir.

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G wie Greif

„Ist dies Dein Tal?“,
ruf‘ ich dir zu.
Seh‘ dich jeden Tag,
bestaune dein Tun.

Du stürzt dich herab,
verlierst Höhe im Nu.
Biet‘ dir meinen Arm

und,
-bin wohl älter-
das Du.

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5 Bänke, 5 kurze Gedichte

Begegne Euch, sag, ‚auf ein Wort‘,
und krieg‘ von jedem Eines.
So gern, ein Vers, der Welten rührt.
Für ’s Ende nehm‘ ich Deines.

Hoch über mir, mit weiten Schwingen,
ein Greif, so scheints,
kenn‘ mich nicht aus.
Wie gern wär‘ ich des Falkners Freund,
und zög‘ mit ihm hinaus.

Drin, auf dem Tische, gleich Schülers Rede.
Hält eine Bibel, gestreckter Arm.
Doch weit gefehlt, sein altes Netbook,
ist auf der Suche, nach Wireless Lan.

Ein Hund möcht‘ schau’n, was ich hier treibe.
Hört nicht auf ‚NEIN‘, mir ist es gleich.
Er schaut mir, kurz nur, in die Augen,
ein Augenblick, an Glück so reich.

Die letzte Bank, auf einer Strebe,
an deren Ende, ein bunter Stein.
Stell‘ Dir nur vor,
wie Kinderhände bemalten ihn.
Kann ’s Dich erfreu’n?

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…bin auf der Suche, nach einem Ort hier,
an dem ich meine Worte und mich wiederfinden kann…

Pferdes Spuren

Hufabdrücke, eingegraben,
tief, in Wege, möcht‘ dir sagen,
einmal führen, deinesgleichen,
über diese, zu erreichen,

eins zu sein, mit solchem Wesen.
Mag, von schwerem Mut genesen,
dann die Welt von neuem seh’n.
Wie ich ’s träumte, war es schön

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Herzbruch

Als wäre in meinem
Herzen ein Steinbruch.

Als käme dieser,
nach der letzten Sprengung,
nicht zur Ruhe.

Als lägen die Brocken
und Steinchen herum
und ein jeder und
ein jedes
riefe
nach
Dir.

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Du, Feder

Viel Worte wollt‘ ich sagen,
doch druckste nur herum.
Du, Feder, sollst es wagen,
doch diesmal bleibst Du stumm.

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Ihr Gesinde

Für kaum ein Geld ward hergestellt
die Maske, von dem Kinde.
Goldsäcke nun vor Eurer Tür,
was seid Ihr für Gesinde.

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Haus am Hang

Seh‘ die Hand, die Du reichst,
Haus am Hang.
Magst mir ein Heim sein, gar
restlebenslang.

Sie zu ergreifen, bin noch
nicht so weit.
Muss weiter suchen, gib mir
etwas Zeit.

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…le carnet…………..

le carnet

Bin schwarz, mit roten Ecken,
mein Rücken gleich gefärbt.
Was immer Er mir anvertraut‘,
ich hab‘ es mir gemerkt.

Bald endet nun die gute Zeit,
das Erste ich Ihm war.
Notizenbuch,
geh‘ außer Dienst
bin stolz darauf, fürwahr.

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Wildpferde

Wildpferde auf Hochplateau,
träum‘ zurück mich
zu Karl May.

Eil‘ Dir zu Hilfe, im tiefen Tal,
bleib ihm als Geisel,
Dich gibt es frei.

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Nachttrunk

Hörtest Du in der Nacht,
auf Deinem Lager liegend,
wie das Moos auf dem Dach,
das Dich schützt, den Regen,
genüsslich schlürfend, trank?

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Muss hüten

Muss hüten mein Sehnen,
nur teilen mit mir,
’s wird missverstanden,
schließ‘ leise die Tür.

Flüster ’s heraus,
aus voller Kehl‘.
Kann mir nicht sagen,
wie sehr ich mir fehl‘.

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Was willst Du bloß

Alter Mann, was willst Du bloß,
fiel doch Glück, in Deinen Schoß.
Hand voll Leid, zehnmal so groß,
das Glück;
sag mir,
was willst Du bloß.

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Die Geliebte

Zu gehen durchs Dorf,
mit Ihm, blieb ein Traum.
“Muss bald wieder fort”,
zu ertragen war ‘s kaum.

Ihr Glück wollt‘ sie zeigen,
nun steht Sie im Flur.
Der Spiegel beschlagen,
„ich möchte doch nur,

an verbleibenden Tagen,
geliebt sein, begehrt.“
Lass Freunde uns bleiben,
Sie hat ’s Ihm verwehrt.

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