Ein Onkel,…

…im 2. Weltkrieg verschollen, eine Ich-Erzählerin, die nach ihm sucht und die ich in ‚Goodbye, Bukarest‘ von ‚Astrid Seeberger‘ begleiten durfte. Es waren sehr schöne, aufwühlende Lesestunden…

die ein oder andere Träne…

…war schon in den Augenwinkeln. Mal vor Freude, mal vor Mitgefühl. Anika Decker hat einen wunderbaren Roman geschrieben. ‚Wir von der anderen Seite‘ nimmt die Leser mit in die bedrückende Stimmung auf einer Intensivstation und auf den Weg zurück in ein neues Leben. Sehr, sehr empfehlenswert…

mit lieben Grüßen

Ich lese gerade…

… ‚Niemand weiß, dass du hier bist‘ von ‚Nicoletta Giampietro‘, einige Seiten darf ich noch erleben. Es nimmt mich mit zu einem italienischen Jungen, der im Jahr 1943 in Siena seinen Freund jüdischen Glaubens versteckt. Ergreifend, berührend, wunderbar geschrieben. Ich sah neulich einen Bericht über ‚Stolpersteine‘. In München gibt es sie auch als Stele, an der die Gedenksteine auf Augenhöhe angebracht sind. Es gibt jüdische Mitbürger die nicht möchten, dass das Andenken mit Füßen getreten wird. Ich trete nicht auf Stolpersteine. Sie sollten jedoch gut sichtbar bleiben. Lasst uns darauf achten, dass sie nicht beschmutzt sind…

mit lieben Grüßen


Seltenes Glück

Gelesen,
mittdrin gewesen,
gefiebert,
gezögert und
doch fallen lassen.

Worte verbraucht,
mitgeschwommen,
eingetaucht,
nach oben, dann
wieder Licht.

Ein Buch wie – ich –
seltenes Glück.

© Copyright Text Wolfgang Weiland

Der Autobiograf

Erzählt von sich, wie ’s damals war.
Weiß doch genau, er läuft Gefahr,
die Worte vor den Kopf zu stoßen,
den Menschen, die ihn dann mit bloßen

Händen gerne meucheln würden.
Nähm‘ er nicht auch bisweilen Bürden,
die Jahr um Tag sie mit sich trugen
und Ängste, die um Ecken lugen,

sie würden bloßgestellt.
Allein-
solch Buch,
es sollt‘ geschrieben sein.

© Copyright Text Wolfgang Weiland