Du weinst

Ahne, Du weinst jetzt.
Bin nicht bei Dir.
Deine Tränen zu trocknen,
was gäb‘ ich dafür.

Ist einfach zu sagen,
ich weiß um Dein Leid.
Die Wunde zur Narbe,
nichts heilt die Zeit.

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bezüglich deines schreibens

du schriebst mir, dein leben sei schwierig.
keine frage, doch ich wollte antworten.
bekam weder sie noch gelegenheit.

ja, ich wollte helfen, wer hilft ist wichtig.
egoistisch, keine frage, viel hilft
viel, sich besser zu fühlen.

gefragt, wer du warst. dabei zählt doch,
wer du bist, jetzt, in dir, für mich.
ist still um dich, in dir und mir.

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Liebeleer

Ihr Polaroid,
zerknickt am Gesäß.
Im Portmonee,
Erinn’rungsgefäß.

Ein Blick nur und ’s ist,
als säß‘ sie noch heut‘,
zu Haus‘ in der Küche,
im Liebabschlusskleid.

Jedes Wort ausgewrungen,
bis liebeleer.
Vor Jahrzenhnten verklungen,
noch immer…
so sehr…

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Zwischenlandung

Auf meiner Hand,
ein geflügeltes Wort.
Nur kurz verweilen,
bin gleich wieder fort.

Ich wurde ersonnen,
auf Reisen zu geh’n,
dann zu Haus‘ zu erzählen,
dein Lächeln, so schön.

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Waldesnacht

Wo dicht der Wald ist, möcht‘ ich sein,
gemischt und Grüntonbunt.
Zur Nacht hin, ließ mich schließen ein,
versteckt vor Försters Hund.

Am Morgen, kurz vor Öffnungszeit,
würd‘ schleichen ich hinaus.
Ein Seelenlächeln voll Dankbarkeit,
geschlafen bei Wolfs zu Haus‘.

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Das Mädchen

Gibt dort ein Mädchen,
zum Greifen fern.
Fast vor die Füße
gefallener Stern.

Half ihm zu stehen
auf einem Bein.
Hatte verloren,
auf ’s Mal allein.

Freut sich zu sehen,
sie leuchtet ihm zu.
Ist wieder dort oben,
jetzt findet er Ruh‘.

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Vereint

Ein Selbstgespräch, kein Wort zu viel,
zu schmerzlich wär ’s zu wissen,
’s gibt keinen Sieger im alten Spiel,
vereint sich zu vermissen.

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Menschen[01]

Die große Dame jedenfalls,
Hochflorteppich bis zum Hals,
Gold behangen an Brust und Arm,
des Gatten Erbe hält sie warm.

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Poems[01]

A stage of life,
no way to climb,
deep down inside me
hurt those rimes.

Tell them to you,
it would be false,
if not, we meet
in heavens halls.

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wenn auch nur

Dich berührt,
wenn auch nur.
Spurlos verlegen,
Wortsilbenflur.

Einz’ges Mal,
die Wange an.
Nächtens geträumt,
niemals getan.

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Schulnot/durft

Sind zivilisiert, haben Kultur.
Es ficht sie nicht an,
Kind auf dem Flur
einer Schule, das gerade
die Hose sich nässt.

Dividenden und Boni,
ich bin ’s,
der sie lässt.

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Unter Schwingen

Ein Kind unter Schwingen,
Wind fuhr mir durch ’s Haar.
Ich weiß noch, er trug mich,
weit fort die Gefahr.

Auch heute noch, manch’s Mal,
wenn die Angst Seel‘ verschlingt,
warmweich an der Wange,
dann hinauf, wieder Kind.

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Tags im Wald

Wär‘ mir lieb, den Wolf begleiten,
wenn er tags durch Wälder streift.
Mit ihm seiner Wege schreiten,
ob als Freund er mich begreift?

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Der Hund

Der Hund seines Herrn,
ich seh‘ es ihm an.
Er mag ihn wohl gern,
ein fröhlich Gespann.

Es scheint gegenseitig,
sein Herr hört ihn wohl.
Ein Bellen genügt,
schon kommt er,
manchmohl.

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Das Buch

Sie sitzt am Teich auf einer Bank,
auch heut‘ ein Buch, doch dieses sank
vor Stunden schon ihr in den Schoß.
Ganz leise nur , „Lass mich nicht los“.

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nur ein Limerick…

Ein Mann, der die Lyrik verstand,
nahm ’s Gedichtschreiberherz in die Hand,
fragte Menschen, die ’s wissen,
‚wie Wort und Prosa sich küssen,‘
waren freundlich, doch zugleich ignorant.

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Sperrmüll…

…hinausgetragen von Nachbarn, in Reihe und gestapelt auf dem Trottoir.
Lege ein paar alte Gedanken dazu, die zu nichts mehr nütze sind, gar
verletzen können, wie ein altes Haushaltsgerät mit defekter Elektrik. Bei
Berührung. Nachher mal schauen, ob sie mitgenommen wurden…

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Nur gestreift

Verwitterte Bank,
vier Lettern darauf,
bedeuten nichts,
doch ein Sehnen kommt auf.

Ein Leben gestreift,
auf ein Wort, und gefragt,
was es ist, dass es geißelt,
gar peinigt und plagt.

Das Leben zog weiter,
sein Schmerz ungetrübt,
ich wünsch‘ mir noch heut‘,
dass es acht auf sich gibt.

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