Baumgefühl

Wurde gefragt,
geht ’s Dir nicht gut?
Antwortete,
zu dick mein Blut.

Hab‘ Durst,
mir sagt mein Baumgefühl,
für Euch,
ist Klima, Spaß und Spiel.

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Sein Mädchen

Dies Bild, gebannt auf Zelluloid,
ist alles, was geblieben.
Sein Mädchen, schaut, wie es sich freut,
wird es auf ewig lieben.

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Wenn alles gesagt ist…

Schwarzweißfotografie

Wenn alles gesagt ist,
der And’re besiegt,
von endlosen Worten
keine Hülse mehr fliegt,

die Tränen den Rücken
des Liebsten nur seh’n –
Die Scham frisst uns auf –
wir ließen’s gescheh’n.

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Hernach

Bedarf an Liebe,
wohl genug.
Tagesdiebe, Selbstbetrug.

Den Wald gefragt,
was er so denkt,
hernach,
dem Wald sein Herz geschenkt.

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Verloren

Verloren

Verloren,
was nie mein Eigen.
Verloren,
mir wollt‘ ich ’s zeigen.
Verloren,
dein Fühlen, dein Hören, mein Fleh’n.
Verloren,
warum nur, ließ ich ’s gescheh’n.

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Dies Jahr

Du wirst das Neue nehmen,
dies Jahr, das jetzt beginnt.
Ihm wird ’s an gar nichts fehlen,
wenn nur Dein Schmerz zerrinnt.

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Er träumt

Er träumt, kleine Hallig,
Er, Hund und das Meer.
Vier Monde Land unter,
Ach, Sehnsucht, so schwer.

Ein Band, fast entzwei,
Sein Halten nur schwach.
Sturmtosende Wellen,
Solch‘ Sehnen, ach, Ach.

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Weder Namen

Weder Namen
noch Gesicht.
Nur die Ahnung,
aus ferner Sicht,

ging etwas entzwei,
wird nicht wieder gut.
Die Fülle der Sehnsucht
in mir –
die Flut.

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Glaubensbrüder

Sollt‘ Bruder sagen,
er tat es nicht gern.
Ist ihm gar deshalb
sein Bruder so fern?

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Ein Morgengruß

Ein Morgengruß,
‚Du bist mir lieb‘,
verließ g’rad‘
meine Hand.

Doch ist es gleich,
was ich Dir schrieb,
ich bleib‘ Dir
unbekannt.

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Tanka[02]

Die Armut findet
zu den Menschen, sie öffnet
Türen, mit Namen,
so wohlklingend wie, junge
Mutter, alleinerziehend

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Winter[02]

Möchte bleiben wie sie ist,
doch der And’re kennt die List,
weiß wie er es anstell’n muss,

ruft noch Freunde und zum Schluss
ist die kleine Flocke dann,
auch nur Regen –


denkt – ‚ooch Mann‘.

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Wald[03]

Sich mit dem Wald
ausgetauscht.
Der, hörte geduldig zu,
war jedoch auch verwundert –

hatte er Ihn doch noch
nie auf seine Moose
und Flechten angesprochen.

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Wald[02]

Lehn‘ mich sachte bei dir an.
Bist mein Nachbar.
Sturm, und dann,
Wurzelballen die sich heben.

Gibst mir Halt –
und ich darf leben.

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Wald[01]

Hast Wege,
die zu geh’n mir lieb.
Du milderst mir
manch‘ harten Hieb.

An einem Tag
bist rettend Floß.
Am Anderen
gibst du mir Trost.

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Tanka[01]

Dein schwerer Schmerz wird
jetzt leichter, ich helfe Dir
tragen, sieh, meine
Schultern harren seiner Last-
hätte ich so gern gesagt.

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Seltenes Glück

Gelesen,
mittdrin gewesen,
gefiebert,
gezögert und
doch fallen lassen.

Worte verbraucht,
mitgeschwommen,
eingetaucht,
nach oben, dann
wieder Licht.

Ein Buch wie – ich –
seltenes Glück.

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in mir

Wie kann ich zeigen,
was in mir ist ?

Wie soll ich sagen,
was du mir bist ?

Wann darf ich ’s wagen,
nach welcher Frist ?

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