ich bin nicht gläubig…

…sagte ich. Ein Arbeitskollege vertrat die Ansicht, der Mensch müsse einen Glauben haben. Er selbst, in einem Dorf in Schlesien aufgewachsen, war katholischen Glaubens. Eines Tages, so erinnerte er sich, als er in der Runde einmal von seiner Jugend sprach, war er mit einigen Anderen auf dem Dorfplatz. Sie waren in Begleitung ihrer Hunde, von denen jeder dort mehrere hatte. Die Langeweile überkam sie und so trafen sie eine Abmachung. Sie würden ihre Hunde zum Bellen animieren und der, der am lautesten bellte, sollte von seinem Herrn erschlagen werden. Nun, es traf Josefs Hund. Er suchte sich eine Latte und erschlug ihn. Am darauf folgenden Sonntag war alles wie immer. Die anderen Messdiener erwarteten ihn schon.
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Nein, ich bin nicht gläubig…

© Copyright Text und Bild Wolfgang Weiland

3 Antworten auf „ich bin nicht gläubig…“

  1. Was für eine brutale Geschichte! Das darf ja nicht wahr sein!
    Es gab sie also schon damals, die „hundsgemeinen“ Typen (was in diesem Falle wörtlich zu nehmen ist).
    Und das waren Messdiener???
    Gläubig hin oder her, das ist einfach erbärmlich.
    Einen lieben Gruss,
    Brigitte

  2. Wie gruselig ist das!!!
    Menschen sind zu allem fähig was Grausamkeit angeht, sie toppen die Natur noch, die das auch kann!

    Liebe Grüße von der ebenfalls ungläubigen,
    SyntaxiaSophie

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