Das Abkühlen der Wangen

Das Abkühlen der Wangen,
die Hand noch am Saum,
eines wärmenden bangen,
gerade fliehenden Traums.

Noch einmal gehalten,
damals geahnt du wirst geh’n.
Hab Dank für heut‘ Nacht,
für ein letztes dich seh’n.

© Copyright Text Wolfgang Weiland

Späte Wege

Die Felder umrundet,
Gedanken im Tag.
Lösen sich in den Abend,
wie sehr ich es mag,

wenn der Herbst geleitet,
den September hinaus.
Ich halte kurz inne,
Du schickst Worte voraus.

© Copyright Text Wolfgang Weiland

Kapuzenpullover

Ein Hoodie noch an alten Tagen,
für nichts werd‘ ich ihn geben.
Am Ende, winters, möcht‘ einen tragen,
vielleicht könnt ihr ’s den Nächsten sagen,
leger will gern mich legen.

© Copyright Text Wolfgang Weiland

Würden reden über Worte

Würden reden über Worte,
die in Verse wir gesetzt.
Deine, von der feinen Sorte,
machten uns den Reim zuletzt.

Würden streifen durch die Gegend,
lachten uns die Silben zu.
Aufeinander zu bewegend,
fänden beieinander Ruh‘.

© Copyright Text Wolfgang Weiland

Ein Bild macht sich

Ein Bild macht sich der Fotograf,
kein Apparat von Nöten.
Geht stracks die Feldmark auf und ab,
man hatte ihn gebeten

er möge hiesige Natur,
auf Zelluloid schön bannen.

Stört sich am Unrat in der Flur.
Zieht ohne Bild von dannen.

© Copyright Text Wolfgang Weiland