Pferdes Spuren

Hufabdrücke, eingegraben,
tief, in Wege, möcht‘ dir sagen,
einmal führen, deinesgleichen,
über diese, zu erreichen,

eins zu sein, mit solchem Wesen.
Mag, von schwerem Mut genesen,
dann die Welt von neuem seh’n.
Wie ich ’s träumte, war es schön

© Copyright Text Wolfgang Weiland

…lag Dir im Weg………………

Die Stimme ist noch fremd

Stein in der Hand, lag dir im Weg,
sollt’ tragen ihn zur Seit‘.
Die Stimme ist noch fremd, die sagt,
„Ich bin nicht mehr bereit“.

Aus deinen Steinen, meine Mauer,
ich werfe mich dagegen.
Mich selbst zu lieben, wie ich bin,
im letzten Fünftel Leben.

© Copyright Text und Bild Wolfgang Weiland

Herzbruch

Als wäre in meinem
Herzen ein Steinbruch.

Als käme dieser,
nach der letzten Sprengung,
nicht zur Ruhe.

Als lägen die Brocken
und Steinchen herum
und ein jeder und
ein jedes
riefe
nach
Dir.

© Copyright Text Wolfgang Weiland

Du, Feder

Viel Worte wollt‘ ich sagen,
doch druckste nur herum.
Du, Feder, sollst es wagen,
doch diesmal bleibst Du stumm.

© Copyright Text Wolfgang Weiland

Ihr Gesinde

Für kaum ein Geld ward hergestellt
die Maske, von dem Kinde.
Goldsäcke nun vor Eurer Tür,
was seid Ihr für Gesinde.

© Copyright Text Wolfgang Weiland

Haus am Hang

Seh‘ die Hand, die Du reichst,
Haus am Hang.
Magst mir ein Heim sein, gar
restlebenslang.

Sie zu ergreifen, bin noch
nicht so weit.
Muss weiter suchen, gib mir
etwas Zeit.

© Copyright Text Wolfgang Weiland

Wildpferde

Wildpferde auf Hochplateau,
träum‘ zurück mich
zu Karl May.

Eil‘ Dir zu Hilfe, im tiefen Tal,
bleib ihm als Geisel,
Dich gibt es frei.

© Copyright Text Wolfgang Weiland

Nachttrunk

Hörtest Du in der Nacht,
auf Deinem Lager liegend,
wie das Moos auf dem Dach,
das Dich schützt, den Regen,
genüsslich schlürfend, trank?

© Copyright Text Wolfgang Weiland

Muss hüten

Muss hüten mein Sehnen,
nur teilen mit mir,
’s wird missverstanden,
schließ‘ leise die Tür.

Flüster ’s heraus,
aus voller Kehl‘.
Kann mir nicht sagen,
wie sehr ich mir fehl‘.

© Copyright Text Wolfgang Weiland

Was willst Du bloß

Alter Mann, was willst Du bloß,
fiel doch Glück, in Deinen Schoß.
Hand voll Leid, zehnmal so groß,
das Glück;
sag mir,
was willst Du bloß.

© Copyright Text Wolfgang Weiland

Dich zu vergessen

Dämm’rig kaltes Nieseln,
benetzt mir das Gesicht,
geh‘ dich zu vergessen,
allein,  ich kann es  nicht.

Ich gab mich zu erkennen,
obschon ‘s noch nie gelang,
mein Herze mag gesunden,
nach Jahr und Tagen dann.

© Copyright Text Wolfgang Weiland

Leichte Last

Leichte Last,
habt ihr gedacht,
der schwere Mut,
habt mich verlacht.

Ein Holzlineal,
ein Nachtgebet,
bloßes Leben,
ungelebt.

© Copyright Text Wolfgang Weiland