Fürchte mich

Fürchte mich, wenn Menschen drängen.
Weich‘ dort aus, wo Leben glückt.
Fürchte mich vor Grobgesängen,
trunken in die Nacht geschickt.

War noch Junge, Gedanken kreisen,
Hamburgs Tage, zur Schule geh’n.
Jeden Morgen gefleht, den leisen,
Zauberspruch, ‚kann nichts gescheh’n‘.

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Kannst Du ’s seh’n

Das erste Mal
ganz frei zu steh’n,
zu schauen,
doch nicht los zu geh’n.

Im Wissen,
dass die Welt Dich sieht.
Doch dann,
versteckt, im zweiten Glied.

Musst wieder lernen,
frei zu steh’n.
Magst rufen,
„Vater, kannst Du ’s seh’n“.

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Glaubensbrüder

Sollt‘ Bruder sagen,
er tat es nicht gern.
Ist ihm gar deshalb
sein Bruder so fern?

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Drei Meter

Drei Meter bloß,
doch ist der Grund
unendlich weit.

Kleiner Junge, Augen groß,
erstickter Mund,
Vielstimmgeleit.

Steigt herab, lässt Leiter los,
geprügelt‘ Hund,
Vergangenheit.

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2te Heimat

Bist zweite Heimat,
wie man sagt,
wenn man ist zugezogen.

Die erste Heimat,
nie gehabt,
wurd‘ wohl darum betrogen.

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