zu lang’…

Gehalten hab‘ ich viel zu lang,
auch jetzet wieder, mir war bang,
beim Blick nach unten, konnt‘ nicht los,
geklammert gar, die Kält‘ wird groß.

Geblinzelt feucht, ist wohl der Schnee,
auch dieses Mal tut es noch weh,
ins Rund geschaut, ich bin ja nur
das letzte Blatt auf hoher Flur.

© copyright all lyrics wolfgang weiland

Oktoberende

Kaltböige Laubwirbelwinde
überfallen mich wie Gesinde,
bald vermengt mit Geäst,
zu verscheuchen den Rest
der vom Frühherbst geblieben.

Wege von Schnittholz gesäumt,
unter dem Schuhwerk – es träumt
schon von knirschendem Schnee,
gar gefrorenem See.
Dunkel wird ’s gegen halb Sieben.

Ein trübneblig Glanz überzieht
Fahrweg und Gehsteig, man sieht,
letztmals Laternen umschwirrt,
im warmen Zuhaus‘ jetzt es wird
ein Abend den beide wir lieben.

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Herbstfeucht[01]

Fast lautlos
geht es heut‘ dahin,
dem neblig‘ Laub steht nicht der Sinn,

die Still‘ zu stör’n die mir vergönnt.
Vielleicht würd’s rascheln,
wenn es könnt‘.

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