Einst ein Hutewald…

Seit Aberhundert Jahren stehst du auf diesem Fleck.
Seit den erwachs’nen Tagen erfülltest du den Zweck
des Regendaches, schütztest vor Gefahr und Pein,
es tat dir gut inmitten der Tiere zu sein.

Als Teil des Hutewald’s, von Schafen manch‘ Kuss.
Nicht so wie heute wo der Wald weichen muss.
Ihr seid nicht mehr viele, doch habt viel geseh’n.
Wenn ich dir begegne; stolz seh‘ ich dich steh’n.

Nur schnelle Schritte, kein Vieh streift dich sacht.
Wir sind uns vertraut, dein Blick gibt mir Kraft.
Einst Mitte der Weide, heut‘ nur Wegesrandbaum,
es war’n wieder wir, die zerstörten den Traum.

Wer will überdauern, ich denk‘ dir kann’s gelingen.
So viele Jahre, man kann sie bezwingen und nutzen
zur Erhaltung von Arten, von Wäldern und Flur.
Ich durfte dich kennen, bin dankbar dafür.

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Unterm Blattwerk

In Blattwerk’s Schatten sitz‘ ich hier,
gelehnt an Baumes Rinde.
Wenn ich ein früh’rer Dichter wär,
träf‘ ich Frau Mades Kinde.

Doch, da ich nur ein heut’ger bin,
noch dazu spät berufen,
muss einseh’n ich, dass nicht gelingt,
zu schaffen, was sie schufen.

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