
© Copyright Bild Wolfgang Weiland 

Lyrik, Prosa, Fotografie, poetisches in Wort und Bild
War ein schwerer, dicker Baum.
War ein Junge, mit erstem Flaum.
Dieser Junge, man glaubt es kaum,
strickte Schal für dicken Baum.
Heute Morgen, traut Augen kaum,
liegt darnieder sein Freund, der Baum.
Schal um die Lenden, ein böser Traum,
weint Wut und Tränen in Ärmels Saum.
© Copyright Text Wolfgang Weiland
In Blattwerk’s Schatten sitz‘ ich hier,
gelehnt an Baumes Rinde.
Wenn ich ein früh’rer Dichter wär,
träf‘ ich Frau Mades Kinde.
Doch, da ich nur ein heut’ger bin,
noch dazu spät berufen,
muss einseh’n ich, dass nicht gelingt,
zu schaffen, was sie schufen.
© Copyright Text Wolfgang Weiland
Gehalten hab‘ ich viel zu lang,
auch jetzet wieder, mir war bang,
beim Blick nach unten, konnt‘ nicht los,
geklammert gar, die Kält‘ wird groß.
Geblinzelt feucht, ist wohl der Schnee,
auch dieses Mal tut es noch weh,
ins Rund geschaut, ich bin ja nur
das letzte Blatt auf hoher Flur.
© Copyright Text Wolfgang Weiland