Erster Brief

Hab dir noch nie geschrieben. War auch nie bei dir, seit du weg bist. Jetzt gibt es diesen Ort nicht mehr. Vielleicht wolltest du bei mir Glauben erzwingen. Es hat nicht funktioniert. Wenn ich voll Zweifel nachgefragt habe sagtest du, man könne mit der Bibel beweisen, dass im Himmel Jahrmarkt ist. Heute kam die Erinnerung. Es war dein Beruf und wohl auch mehr. Deine anderen Dagebliebenen werden nach Anschlägen oder anderen Unglücken, für Opfer und ihre Familien beten. Ich bin dann auch traurig. Ohne Glauben.
Das wollte ich dir sagen.

bis dann

Wolfgang

© Copyright Text Wolfgang Weiland

Eine Antwort auf „Erster Brief“

  1. Lieber Wolfgang,
    danke für Deinen Kommentar zu „Prolog“… Deinen Blog finde ich auch sehr edel und gerade die Fotografien atemberaubend schön und poetisch… Viel Freude und Erfolg weiterhin beim Dichten und Gestalten.
    Liebe Grüsse
    Sabine Rahe

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