Sommerwinde

Die Sonn‘, sie hat sich heut‘ geziert,
gar stürmisch war ’s und kühl.
Manch‘ fallend Blatt hat saltoiert,
manch‘ and’re sich vor mir geniert,
freut‘ mich gleichwohl am Spiel.

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Ich grüße Dich, Herbstregen

Ich grüße Dich, Herbstregen,
seh‘, Du freust Dich auch.
Hast Harvesterspuren
gefüllt ihren Bauch.

Holzernte,
Weg von Stämmen gesäumt.
Spazierschwebend,
feuchtkühler Poet, der träumt,

ihn nässende Wolfswimpern
an seiner Wang‘,
– ein Lächeln umspielt
seinen Mund -,
ohne Bang‘.

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Im Herbst

Hältst meine Hand
taschentief warm.
Uns im Gefolge, ein
gelbgoldner Schwarm.

Gemächliche Schritte,
Wind fährt Dir
durch’s Haar.

Was gäb‘ ich dafür,
wär‘ es nur wahr.

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Im Winter dann

Im Winter dann
werd‘ ich Dich sehen.
Dein Pelz wird hell sein,
bald wie der Schnee.

Durch Deine Wälder
dann, mit Dir streifen.
Wir werden eins sein,
vorbei mein Weh.

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Ein kleiner Tropf‘

Ein kleiner Tropf‘ wär‘ ich jetzt gern,
ein Tropf‘ als Teil des Regens.
Ich wär‘ in nah, und auch in fern,
der Retter manchen Lebens.

Ins Feuer würd‘ ich stürzen mich,
ich wäre Floras Held.
Ach könnt‘ ich’s doch nur sein für dich,
in deiner Menschenwelt.

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Frühling[03]

Lichtreflex auf Füllerfeder.
Sonne flutet Blatt Papier,
mit warmen Strahlen.
Auf dass jeder
ahnen kann,
’s wird Frühling hier.

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Regen[05]

Ein Tropfen der,
vom Wind getragen,
kommt Ander’n
in die Quere,

denkt sich,
‚ich tät‘ mich
nicht beklagen,
wenn ’s nicht so
stürmisch wäre‘.

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Regen[04]

Ein kleiner Regentropfen,
der g’rad‘ vom Himmel fiel.
Rinnt hohe Stirn hinunter,
was für ein herrlich‘ Spiel.

Den krummen Nasenrücken;
nun holt er richtig Schwung.
Der Schrecken groß,
er sieht Gestrüpp,
verfängt sich dort-
wie dumm.

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Frühling[02]

Die Teiche sind gefüllt beinah,
hört, was ich beim Flanieren sah,
etwas, dass mich fröhlich stimmte,
des langen Winters letzte Finte.

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Frühling[01]

Hatt’ schon vor Wochen mal geguckt,
grad’ vom Schnee erst ausgespuckt,
lass ich nun Augenblicke schweifen,

kann mir die Sonnenstrahlen greifen,
mich mit dem Nachbarkrokus freu’n,
das ,Winter,

das soll’s gewesen sein.

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Winter[06]

Gehalten hab‘ ich viel zu lang,
auch jetzet wieder, mir war bang,
beim Blick nach unten, konnt‘ nicht los,
geklammert gar, die Kält‘ wird groß.

Geblinzelt feucht, ist wohl der Schnee,
auch dieses Mal tut es noch weh,
ins Rund geschaut, ich bin ja nur
das letzte Blatt auf hoher Flur.

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Regen[03]

Vereinzelter Tropfen,
der Arme, allein.
Ans Fenster zu klopfen,
gar schön könnt‘ es sein.

Ruft Windböe zu Hilfe,
wird getragen zum Licht.
Ein Menschlein von Drinnen,
schaut ihm ins Gesicht.

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zu lang’…

Gehalten hab‘ ich viel zu lang,
auch jetzet wieder, mir war bang,
beim Blick nach unten, konnt‘ nicht los,
geklammert gar, die Kält‘ wird groß.

Geblinzelt feucht, ist wohl der Schnee,
auch dieses Mal tut es noch weh,
ins Rund geschaut, ich bin ja nur
das letzte Blatt auf hoher Flur.

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