Stell dir vor

Stell dir vor,
es gäbe den Morgen.
Stell dir vor,
du wärst dort geborgen.

Stell dir vor,
er nähm‘ deine Hand.
Stell dir vor,
du wärst ihm bekannt.

Stell dir vor,
er gäb‘ dir den Mut.
Stell dir vor,
es wird wieder gut.

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Einst ein Hutewald…

Seit Aberhundert Jahren stehst du auf diesem Fleck.
Seit den erwachs’nen Tagen erfülltest du den Zweck
des Regendaches, schütztest vor Gefahr und Pein,
es tat dir gut inmitten der Tiere zu sein.

Als Teil des Hutewald’s, von Schafen manch‘ Kuss.
Nicht so wie heute wo der Wald weichen muss.
Ihr seid nicht mehr viele, doch habt viel geseh’n.
Wenn ich dir begegne; stolz seh‘ ich dich steh’n.

Nur schnelle Schritte, kein Vieh streift dich sacht.
Wir sind uns vertraut, dein Blick gibt mir Kraft.
Einst Mitte der Weide, heut‘ nur Wegesrandbaum,
es war’n wieder wir, die zerstörten den Traum.

Wer will überdauern, ich denk‘ dir kann’s gelingen.
So viele Jahre, man kann sie bezwingen und nutzen
zur Erhaltung von Arten, von Wäldern und Flur.
Ich durfte dich kennen, bin dankbar dafür.

© copyright all images wolfgang weiland