Tagwerkpendler

Landschaft in Streifen
hinter Scheiben verborgen,
schwebend im Gleise
in den grauneuen Morgen.

Hinstrebend zum Ziele,
das Gleis weist die Richtung,
Blick geht nach draußen –
ein Reh auf der Lichtung.

Durch Bäume und Buschwerk,
ganz kurz, ein Moment,
der Schnelles von Ruh‘
und Verweilen trennt.

Innehalt jetzt,
geseh’nes gibt Ruh‘,
die Gleise sie tragen
auf’s Tagwerk jetzt zu.

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Erwacht

Noch schlafend der Morgen,
die Sehnsucht ist wach
und schwebt, nach Dir rufend,
durch ’s dämmrig‘ Gemach.

Die Tränen getrocknet,
ein Lächeln gezeigt,
so geht es dahin
bis der Tag sich verneigt.

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Der alte Tag

Möcht‘ fast gar nicht kommen,
der trübe alte Tag,
erreicht das Aug‘ verschwommen –
hab‘ nur die eine Frag‘.

Ob er wohl Stunden mit sich führt,
die gestern schon gelebt,
oder die Monatsbeste kürt,
die nach dem Schönsten strebt.

Er will sich mühen hör’ ich nun,
versprech’, dass ich dann sag’,
wenn an den Abend er sich gibt,
warst doch ein neuer Tag.

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Für die Nacht

Der Tag sieht helles Minenspiel
und freundliche Gesichter.
Doch nach der Dämm’rung bleiben nur
Laternen, Neonlichter.

Die Nacht bekommt nun zu Gesicht
was der Tag ihr übrig ließ
und sagt sich, morgen denk ich dran,
dass ich die Augen schließ‘.

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Hallo Tag

Hallo Tag,
was für mich dabei.

Das mir hilft

Dich rumzukriegen.

Was zu bewirken,
vielleicht
sogar
für Andere.

Was zu tun,
das in Erinnerung bleibt.
Vielleicht sogar mir.

Was zu tun,
das über Dich hinauswächst.

Was zu tun,
das nach Vielen
die nach Dir kommen,
noch da ist.

Die Welt
zu verändern –
auch wenn’s nur meine ist.

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