Nächtens

Soviel Versagen,
im Dunkel ans Licht.
Raubt mir den Schlaf,
ein Hoffen zerbricht.

Kopf in die Hand,
flehe ihn an,
‚bitte gib Ruh, auf
dass Stille sein kann‘.

© Copyright Text Wolfgang Weiland

Stirntränen

Auf einmal wach,
tränenfeucht meine Stirn.
Wusste erst nicht.

Deine Tränen rannen aus
meinen Augen, bahnten
sich, meine Stirn

liebkosend, ihren Weg
auf das Kissen, das
mir Halt gibt,

des Nachts.

© Copyright Text Wolfgang Weiland

Vier Uhr Dreißig

Öffne die Lider, setze
mich auf, lange hinüber
auf den Hocker,

ertaste die Schachtel,
und drücke einen Tag aus
dem entnommenen
Blister.

© Copyright Text Wolfgang Weiland