Erwacht

Noch schlafend der Morgen,
die Sehnsucht ist wach
und schwebt, nach Dir rufend,
durch ’s dämmrig‘ Gemach.

Die Tränen getrocknet,
ein Lächeln gezeigt,
so geht es dahin
bis der Tag sich verneigt.

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Ein Sonnenstrahl

Ein Sonnenstrahl
streift mein Gesicht.
Es sei Ihr zweiter schon,

sagt sie, der erste,
stets für Dich,
Dein Lächeln ist Ihr Lohn.

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Stell dir vor

Stell dir vor,
es gäbe den Morgen.
Stell dir vor,
du wärst dort geborgen.

Stell dir vor,
er nähm‘ deine Hand.
Stell dir vor,
du wärst ihm bekannt.

Stell dir vor,
er gäb‘ dir den Mut.
Stell dir vor,
es wird wieder gut.

Zur Nacht

Bist leise Nacht,
mir ist nicht bang,
der laute Tag entschwindet.

Du hältst mich sacht,
im Arm, bis dann,
im Schlaf,
mein Traum mich findet.

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Nachtausklang

Neuer Morgen begrüßt dich leis‘,
Mond verlässt gegeb’nen Kreis.
Bettes Wärme weicht – ’s ist kühl,

Hier am Fenster – ein Gefühl.
Über Wangen rinnen sacht,
die letzten Tränen der Nacht.

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Für die Nacht

Der Tag sieht helles Minenspiel
und freundliche Gesichter.
Doch nach der Dämm’rung bleiben nur
Laternen, Neonlichter.

Die Nacht bekommt nun zu Gesicht
was der Tag ihr übrig ließ
und sagt sich, morgen denk ich dran,
dass ich die Augen schließ‘.

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Hallo Tag

Hallo Tag,
was für mich dabei.

Das mir hilft

Dich rumzukriegen.

Was zu bewirken,
vielleicht
sogar
für Andere.

Was zu tun,
das in Erinnerung bleibt.
Vielleicht sogar mir.

Was zu tun,
das über Dich hinauswächst.

Was zu tun,
das nach Vielen
die nach Dir kommen,
noch da ist.

Die Welt
zu verändern –
auch wenn’s nur meine ist.

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Als käme…

Als käme Vergangenes doch zurück,
als ging‘s meines Weges noch ein Stück,
als wär’ deine Stimme wieder im Raum,
als verstünd’ ich wie damals der Worte Sinn kaum,

als spürte ich ferne Enttäuschung ganz nah,
als säh’ ich jetzt das, was ich damals nicht sah,
als hätt’ ich nochmal diese Fehler gemacht,
so kam es mir vor, in schweißwacher Nacht.

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