Unterm Blattwerk

In Blattwerk’s Schatten sitz‘ ich hier,
gelehnt an Baumes Rinde.
Wenn ich ein früh’rer Dichter wär,
träf‘ ich Frau Mades Kinde.

Doch, da ich nur ein heut’ger bin,
noch dazu spät berufen,
muss einseh’n ich, dass nicht gelingt,
zu schaffen, was sie schufen.

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Menschen[01]

Die große Dame jedenfalls,
Hochflorteppich bis zum Hals,
Gold behangen an Brust und Arm,
des Gatten Erbe hält sie warm.

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Poems[01]

A stage of life,
no way to climb,
deep down inside me
hurt those rimes.

Tell them to you,
it would be false,
if not, we meet
in heavens halls.

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wenn auch nur

Dich berührt,
wenn auch nur.
Spurlos verlegen,
Wortsilbenflur.

Einz’ges Mal,
die Wange an.
Nächtens geträumt,
niemals getan.

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Unter Schwingen

Ein Kind unter Schwingen,
Wind fuhr mir durch ’s Haar.
Ich weiß noch, er trug mich,
weit fort die Gefahr.

Auch heute noch, manch’s Mal,
wenn die Angst Seel‘ verschlingt,
warmweich an der Wange,
dann hinauf, wieder Kind.

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Der Hund

Der Hund seines Herrn,
ich seh‘ es ihm an.
Er mag ihn wohl gern,
ein fröhlich Gespann.

Es scheint gegenseitig,
sein Herr hört ihn wohl.
Ein Bellen genügt,
schon kommt er,
manchmohl.

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Das Buch

Sie sitzt am Teich auf einer Bank,
auch heut‘ ein Buch, doch dieses sank
vor Stunden schon ihr in den Schoß.
Ganz leise nur , „Lass mich nicht los“.

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nur ein Limerick…

Ein Mann, der die Lyrik verstand,
nahm ’s Gedichtschreiberherz in die Hand,
fragte Menschen, die ’s wissen,
‚wie Wort und Prosa sich küssen,‘
waren freundlich, doch zugleich ignorant.

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Nur gestreift

Verwitterte Bank,
vier Lettern darauf,
bedeuten nichts,
doch ein Sehnen kommt auf.

Ein Leben gestreift,
auf ein Wort, und gefragt,
was es ist, dass es geißelt,
gar peinigt und plagt.

Das Leben zog weiter,
sein Schmerz ungetrübt,
ich wünsch‘ mir noch heut‘,
dass es acht auf sich gibt.

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Sehnsuchtsverblassen

Willkommen, in Deiner Welt,
komm‘ zu erfragen, wie ’s ist gestellt,
um Dich, um uns, um vage Pläne,
um uns’re Zeit, die ich mir nehme.

Um Nähe, die ich weis‘ zurück,
um ’s aus Dir kommen, nur ein Stück.
Hätte nicht sollen entgegen geh’n,
Sehnsuchtsverblassen, um mich gescheh’n.

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Lückenlos

Passiert es nur mir,
das mit der Lücke?
Gerade noch, große Stücke
gehalten auf mich.

Sie ist bei Dir,
nichts fehlt,
Seele sticht.

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Nahe Welten

Mann der träumt
von nahen Welten,
unerreichbar, nah
entfernt.

Lässt nicht sich,
nur niemand gelten,
grob verbogen,
sanft entkernt.

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Ein falsches Wort

Es denkt noch immer,
ist nicht mein Platz.
Fühl‘ mich nicht wohl,
in diesem Satz.

Hat mich gesetzt,
wurd‘ nicht gefragt.
Und doch bin ich ’s,
das ihn jetzt plagt.

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Hell dort

Hell, dort hinten,
kann Wärme spüren.
Sind keineswegs nur
verschloss’ne Türen.

Ein Wiedersehen,
ob hier, ob da,
ein Zuunsgehen,
greifbar nah.

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Eric 75

Sein Spiel mit und
gleichsam auf den Saiten.
Seine Füße die keinen
Stillstand erlauben.

Sein Torso spannt einen
Bogen, derart, dass man
sich ob seines Alters
langsam sorgen müsste.

Seine kehlige, manchmal
gepresste Stimme,
unvergleichlich.
Clapton is God.

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Leiser Morgen

Leiser Morgen,
ich suche Stille.
In meiner Welt
find‘ ich die Fülle,

der Leere, die, erst
macht mich leben.
Ich geh‘ zurück.
Hast Du vergeben?

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Als irgendwann

Näher,
als irgendwann.

Weiter,
so weit ich kann.

Lauf wieder weg,
bleibst nur ein Bild,

ein Sehnen, das
wohl nie gestillt.

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Der Geck

Manchmal man sieht
den eitlen Geck.
Kinder queren,
spotten keck.


Selbst kalter Wind
und Hand, die klamm,
kein Hinderungsgrund,
Gesäßtaschenkamm.  

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Gefunden

Nicht einsam,
im letzten Moment
der Tage.

Eine Mail,
WhatsApp, vielleicht
eine Frage,

die macht mich
fühlen wie mit Dir
verbunden.

Nicht verdient,
hab‘ Dich dennoch
gefunden.

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