Zwei Wesen

Geh’n ein Stück
zusammen, er
und ich, als wenn ’s
so einfach wär‘.

2 Wesen auf
dem gleichen Weg.
Lasst uns doch,
es wird zu spät.

© copyright all lyrics wolfgang weiland

Sehn…sucht……….

Setz dich her,
zuletzt gesprochen,
weiß nicht mehr.

Setz dich her,
wann zerbrochen,
weiß nicht mehr.

Setz dich her,
viele Wochen,
fehlst so sehr.

© copyright all lyrics wolfgang weiland

Ode an…

Wir holten Dich im Januar, 
vor über dreißig Jahren.
Heraus aus einem Angebot,
wo and’re mit Dir waren.

Von Anfang an der Mittelpunkt,
umringt häufig von Vielen,
behutsam oder Missgeschick –
Du warst zwischen den Stühlen.

Die Wunden die Dir zugefügt,
ich konnt‘ sie nicht verhindern,
allein mir blieb im Nachhinein, 
den Schmerz etwas zu lindern.

Ich sitze nun, auch Du bist hier –
Erinnerungen schweben,
zwar greifbar und doch sehr weit fort –
wie manches mal im Leben.

Du trägst auf Dir zwei Kindheiten,
mit Knete, Kritzeleien –
meist auf Papier und durchgedrückt –
nicht immer bei den Zweien.

Das Alter – nun man sieht’s Dir an –
mein ganzes halbes Leben,
es ist entschieden hier und jetzt,
es wird Dich weiter geben.

Du bist und bleibst der Mittelpunkt,
Ort für Familienfragen,
kein Hobel, Schleifklotz wird benutzt, 
Geschichten abzutragen.

Für Fremde nicht schön anzuseh’n,
die Fläche matt und doch,
Du bist der beste Küchentisch,
erfreust uns immer noch.

© copyright all lyrics wolfgang weiland

Tagtraumelixier

Fühlt sich in die Note,
verschlingt ihren Klang,
mal freudiger Bote,
mal Wehmutsgesang.

Musik, seine Größe,
Tagtraumelixier.
Vergessen die Blöße,
entschwindend vom Hier.

© copyright all lyrics wolfgang weiland

Fast wie ein Fluch

Geschrieb’ne Zeilen,
wie weggebrannt.
Wollt‘ verweilen,
vorausgerannt.

Muss hinterher,
ist auf der Such‘.
Seele wiegt schwer,
fast wie ein Fluch.

© copyright all lyrics wolfgang weiland

Du warst mir lieb

Liegst neben mir,
nach letztem Wort.
Du warst mir lieb,
lebst in mir fort.

Warst mir ein Buch,
Sehnsucht und Glück.
In hellen Nächten
kehrst Du zurück.

© copyright all lyrics wolfgang weiland

Bewahrter Brief

Sanft gestrichen,
wie jedes Mal.
Verwischt, verblichen
im Tränental.

Bewahrter Brief,
erlitt’ne Freud‘.
Gedankentief,
vergang’ne Zeit.

© copyright all lyrics wolfgang weiland

Im Spiegel

Im Spiegel blickt mich an,
ein and’rer Untertan,
der Herren
die die Welt regieren,

der wagt,
den Mut hat zu riskieren,
das Widerwort,
das HALTET EIN.

Wünscht‘ mir,
könnt selbst
mein Bildnis sein.

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