Junge Hunde

Spürtest du Nähe,
in der vergangenen Nacht.
Es regnete junge Hunde,

ich ging, einen aufzunehmen,
den der Wind in meine Arme trug,
ihn zu verwahren für dich,

für ein spätes Leben, doch
was weiß ich schon von
der Anderen Not.

© Copyright Text Wolfgang Weiland

Schmale Straße 10, Pfullingen

Nochmal durchs hint’re Törchen treten,
so kams mir als ich heute las.
Zuvor den Weg zwischen den Beeten,
auf das Trottoir der Kaiserstraß‘.

Das Haus in dem ich einst geboren,
entfernt noch in Familienhand.
Ich könnte, doch, für mich verloren,
ein Leben her, was uns verband.

Ein Eintrag nur in den Papieren,
mir fremde Worte von weit her.
Und dann ein Buch, am Gestern rührend,
kommen, gehen, nichts bleibt schwer.

© Copyright Text Wolfgang Weiland

wer mag, eine weitere Erinnerung :

Kaiserstraße

Wie sehr

Sonnig sitzend, leichte Brise,
Milan kreist vom Blau ins Weiß.
Gedankenschweif entlang der Wiese,
unser Lied kommt mir ganz leis‘.

Mir genug sein war mein Streben,
Monde erst, jetzt ein Jahrzehnt.
Dir genug sein konnt’s nicht geben,
meiner Seel‘, wie sehr ersehnt.

© Copyright Text Wolfgang Weiland

Die Decke, die wärmt

Ein Pferd auf der Koppel,
die Decke, die wärmt.
Gestern fast Frühling,
so weit entfernt.

Stehst frierend, verloren,
grad‘ visavis.
Kurz fühlt es sich an,
zu zweit, irgendwie.

© Copyright Text Wolfgang Weiland