Sein Mädchen

Dies Bild, gebannt auf Zelluloid,
ist alles, was geblieben.
Sein Mädchen, schaut, wie es sich freut,
wird es auf ewig lieben.

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Wenn alles gesagt ist…

Schwarzweißfotografie

Wenn alles gesagt ist,
der And’re besiegt,
von endlosen Worten
keine Hülse mehr fliegt,

die Tränen den Rücken
des Liebsten nur seh’n –
Die Scham frisst uns auf –
wir ließen’s gescheh’n.

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Hernach

Bedarf an Liebe,
wohl genug.
Tagesdiebe, Selbstbetrug.

Den Wald gefragt,
was er so denkt,
hernach,
dem Wald sein Herz geschenkt.

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Verloren

Verloren

Verloren,
was nie mein Eigen.
Verloren,
mir wollt‘ ich ’s zeigen.
Verloren,
dein Fühlen, dein Hören, mein Fleh’n.
Verloren,
warum nur, ließ ich ’s gescheh’n.

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Vorhang fällt

Füller zur Hand, er schreibt, kaum gekannt,
den Menschen der Brief’s Adressat.
Kein Nachrufen, nein, er weilt, doch verstimmt,
von einem, wohl hilfslosen, Rat.

Er wähnte sich wohl dem Ander’n sehr nah,
doch Nächsten und Freund trennt die Welt.
Applaus, seine Bühne, ein Wort brandet auf,
the End, ’s ist vorbei, Vorhang fällt.

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Tanka[03]

Himmelslaterne,
sie erleuchtet das Dunkel,
schöner Gedanke,
wäre nur keine Fährnis.
Unvernunft, menschlich, vielfach.

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Wer du bist

Wer du bist,
mag niemand sagen.

Wer du bist,
weißt nicht mal Du.

Wer du bist,
nach tausend Fragen
an dein Bildnis,
niemals Ruh‘.

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Dies Jahr

Du wirst das Neue nehmen,
dies Jahr, das jetzt beginnt.
Ihm wird ’s an gar nichts fehlen,
wenn nur Dein Schmerz zerrinnt.

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Er träumt

Er träumt, kleine Hallig,
Er, Hund und das Meer.
Vier Monde Land unter,
Ach, Sehnsucht, so schwer.

Ein Band, fast entzwei,
Sein Halten nur schwach.
Sturmtosende Wellen,
Solch‘ Sehnen, ach, Ach.

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Hannah

Wo Hannah ist,
war Leben.
Wo Hannah ist,
war Mut.

Wo Hannah ist,
jetzt Zweifel.
Wo Hannah ist,
noch Glut.

Wo Hannah ist,
ein Hauchen.
Wo Hannah ist,
lebt Mut.

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Weder Namen

Weder Namen
noch Gesicht.
Nur die Ahnung,
aus ferner Sicht,

ging etwas entzwei,
wird nicht wieder gut.
Die Fülle der Sehnsucht
in mir –
die Flut.

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Schulterblick

Ein Herz sah sich nach Ander’n um,
war ängstlich,
konnt‘ nicht fühlen.

Kam eins des Weges, doch wie dumm,
tat nichts –
es wollt‘ nur spielen.

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Glaubensbrüder

Sollt‘ Bruder sagen,
er tat es nicht gern.
Ist ihm gar deshalb
sein Bruder so fern?

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Ein Morgengruß

Ein Morgengruß,
‚Du bist mir lieb‘,
verließ g’rad‘
meine Hand.

Doch ist es gleich,
was ich Dir schrieb,
ich bleib‘ Dir
unbekannt.

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Tanka[01]

Dein schwerer Schmerz wird
jetzt leichter, ich helfe Dir
tragen, sieh, meine
Schultern harren seiner Last-
hätte ich so gern gesagt.

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Seltenes Glück

Gelesen,
mittdrin gewesen,
gefiebert,
gezögert und
doch fallen lassen.

Worte verbraucht,
mitgeschwommen,
eingetaucht,
nach oben, dann
wieder Licht.

Ein Buch wie – ich –
seltenes Glück.

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