Herzbruch

Als wäre in meinem
Herzen ein Steinbruch.

Als käme dieser,
nach der letzten Sprengung,
nicht zur Ruhe.

Als lägen die Brocken
und Steinchen herum
und ein jeder und
ein jedes
riefe
nach
Dir.

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Du, Feder

Viel Worte wollt‘ ich sagen,
doch druckste nur herum.
Du, Feder, sollst es wagen,
doch diesmal bleibst Du stumm.

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Ihr Gesinde

Für kaum ein Geld ward hergestellt
die Maske, von dem Kinde.
Goldsäcke nun vor Eurer Tür,
was seid Ihr für Gesinde.

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Haus am Hang

Seh‘ die Hand, die Du reichst,
Haus am Hang.
Magst mir ein Heim sein, gar
restlebenslang.

Sie zu ergreifen, bin noch
nicht so weit.
Muss weiter suchen, gib mir
etwas Zeit.

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…le carnet…………..

le carnet

Bin schwarz, mit roten Ecken,
mein Rücken gleich gefärbt.
Was immer Er mir anvertraut‘,
ich hab‘ es mir gemerkt.

Bald endet nun die gute Zeit,
das Erste ich Ihm war.
Notizenbuch,
geh‘ außer Dienst
bin stolz darauf, fürwahr.

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Wildpferde

Wildpferde auf Hochplateau,
träum‘ zurück mich
zu Karl May.

Eil‘ Dir zu Hilfe, im tiefen Tal,
bleib ihm als Geisel,
Dich gibt es frei.

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Muss hüten

Muss hüten mein Sehnen,
nur teilen mit mir,
’s wird missverstanden,
schließ‘ leise die Tür.

Flüster ’s heraus,
aus voller Kehl‘.
Kann mir nicht sagen,
wie sehr ich mir fehl‘.

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Und ich…[?]…

Alter Mann, was willst Du bloß,
fiel doch Glück, in Deinen Schoß.
Hand voll Leid, zehnmal so groß,
das Glück;
sag mir,
was willst Du bloß.

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Die Geliebte

Zu gehen durchs Dorf,
mit Ihm, blieb ein Traum.
“Muss bald wieder fort”,
zu ertragen war ‘s kaum.

Ihr Glück wollt‘ sie zeigen,
nun steht Sie im Flur.
Der Spiegel beschlagen,
„ich möchte doch nur,

an verbleibenden Tagen,
geliebt sein, begehrt.“
Lass Freunde uns bleiben,
Sie hat ’s Ihm verwehrt.

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Dich zu vergessen

Dämm’rig kaltes Nieseln,
benetzt mir das Gesicht,
geh‘ dich zu vergessen,
allein,  ich kann es  nicht.

Ich gab mich zu erkennen,
obschon ‘s noch nie gelang,
mein Herze mag gesunden,
nach Jahr und Tagen dann.

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Leichte Last

Leichte Last,
habt ihr gedacht,
der schwere Mut,
habt mich verlacht.

Ein Holzlineal,
ein Nachtgebet,
bloßes Leben,
ungelebt.

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ich sein

Wenn alles geschrieben,
die Feder liegt brach,  
der Poet der Selbstsamen 
letzten Worten ruft nach,

’nehmt meine Gedanken,
verschafft selbst euch Gehör‘,
ich bin, der ich bin,
nichts wollt‘ ich je mehr.

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Ach Menschheit

Gleißend graue Wolken
ziehen am Firmament.  
Tun nicht, was wir sollten,
Einer dem Ander’n fremd.

Würden wir uns einen,
ganz gleich, ob alt, ob jung,
kein Arg könnt‘ uns so peinen.
Ach Menschheit, du bist dumm.

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Liebesstreif

Liebe, sag, bist Du das.
Ich bin, der mit sich spricht.
Schau der Menschenmenge
furchtflößend ins Gesicht.

Kenn‘ Deine Züge, abgewandt.
Bin verloren, Aug‘ in Auge.
Sage nur, geh‘ Deines Wegs,
glaub‘ nicht, 
dass ich Dir tauge.

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Immer noch

Immer noch, fühl ich mich wenig,
wenn ich vor Akademik steh‘,
ehrfurchtsvoll, gebückte Haltung,
Zeit nun, dass ich aufrecht geh‘.

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