Ein kleiner Tropf‘

Ein kleiner Tropf‘ wär‘ ich jetzt gern,
ein Tropf‘ als Teil des Regens.
Ich wär‘ in nah, und auch in fern,
der Retter manchen Lebens.

Ins Feuer würd‘ ich stürzen mich,
ich wäre Floras Held.
Ach könnt‘ ich’s doch nur sein für dich,
in deiner Menschenwelt.

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Draußen sein

Am Teich sitzen,
Libellen über dem Wasser,
tauchen ihre Rüssel ein.
Wasservögel ziehen ihre Bahn.
Draußen sein –
schön so.

Im Wald umhergehen,
immer auf dem Weg,
dennoch frische Wildspuren.
Einen Wolf ahnen,
Wald aufnehmen.
Draußen sein –
schön so.

Leute reden,
finden mich seltsam –
draußen sein…

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Waldesnacht

Wo dicht der Wald ist, möcht‘ ich sein,
gemischt und Grüntonbunt.
Zur Nacht hin, ließ mich schließen ein,
versteckt vor Försters Hund.

Am Morgen, kurz vor Öffnungszeit,
würd‘ schleichen ich hinaus.
Ein Seelenlächeln voll Dankbarkeit,
geschlafen bei Wolfs zu Haus‘.

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Tags im Wald

Wär‘ mir lieb, den Wolf begleiten,
wenn er tags durch Wälder streift.
Mit ihm seiner Wege schreiten,
ob als Freund er mich begreift?

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Baumgefühl

Wurde gefragt,
geht ’s Dir nicht gut?
Antwortete,
zu dick mein Blut.

Hab‘ Durst,
mir sagt mein Baumgefühl,
für Euch,
ist Klima, Spaß und Spiel.

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Wald[03]

Sich mit dem Wald
ausgetauscht.
Der, hörte geduldig zu,
war jedoch auch verwundert –

hatte er Ihn doch noch
nie auf seine Moose
und Flechten angesprochen.

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Wald[02]

Lehn‘ mich sachte bei dir an.
Bist mein Nachbar.
Sturm, und dann,
Wurzelballen die sich heben.

Gibst mir Halt –
und ich darf leben.

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Wald[01]

Hast Wege,
die zu geh’n mir lieb.
Du milderst mir
manch‘ harten Hieb.

An einem Tag
bist rettend Floß.
Am Anderen
gibst du mir Trost.

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Oberholz

Unterholz war auch
einst oben.
Laub und Äste,
Eicheln auch.

Von Umständen hinab
gezogen,
zu wärmen jetzt
der Erde Bauch.

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