Leiser Morgen

Leiser Morgen,
ich suche Stille.
In meiner Welt
find‘ ich die Fülle,

der Leere, die, erst
macht mich leben.
Ich geh‘ zurück.
Hast Du vergeben?

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Als irgendwann

Näher,
als irgendwann.

Weiter,
so weit ich kann.

Lauf wieder weg,
bleibst nur ein Bild,

ein Sehnen, das
wohl nie gestillt.

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Der Geck

Manchmal man sieht
den eitlen Geck.
Kinder queren,
spotten keck.


Selbst kalter Wind
und Hand, die klamm,
kein Hinderungsgrund,
Gesäßtaschenkamm.  

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USA

Einst starker Helfer,
gegen Hunger und Not.
In Paketen Schokolade,
Arznei, Korn und Schrot.

Doch heut‘ muss ich sehen,
es gefällt mir nicht gut,
geblieben, 3 Buchstaben,
auf einem Hut.

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Gefunden

Nicht einsam,
im letzten Moment
der Tage.

Eine Mail,
WhatsApp, vielleicht
eine Frage,

die macht mich
fühlen wie mit Dir
verbunden.

Nicht verdient,
hab‘ Dich dennoch
gefunden.

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kurzgedacht[01]

So es dem
Anderen nicht
gelingt seine Zunge –

muss selbst man
wohl sein Ohr
im Zaume halten
um keinen Schaden
zu nehmen.

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Tanka[06]

Meint Politik auch,
sich jetzt noch Zeit zu nehmen,
zu hinterfragen,
welche Aussage einem
selbst von Nutzen sein könnte?

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Regen[05]

Ein Tropfen der,
vom Wind getragen,
kommt Ander’n
in die Quere,

denkt sich,
‚ich tät‘ mich
nicht beklagen,
wenn ’s nicht so
stürmisch wäre‘.

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Hallo Tag

Hallo Tag,
was für mich dabei.

Das mir hilft

Dich rumzukriegen.

Was zu bewirken,
vielleicht
sogar
für Andere.

Was zu tun,
das in Erinnerung bleibt.
Vielleicht sogar mir.

Was zu tun,
das über Dich hinauswächst.

Was zu tun,
das nach Vielen
die nach Dir kommen,
noch da ist.

Die Welt
zu verändern –
auch wenn’s nur meine ist.

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Regen[04]

Ein kleiner Regentropfen,
der g’rad‘ vom Himmel fiel.
Rinnt hohe Stirn hinunter,
was für ein herrlich‘ Spiel.

Den krummen Nasenrücken;
nun holt er richtig Schwung.
Der Schrecken groß,
er sieht Gestrüpp,
verfängt sich dort-
wie dumm.

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Tanka[05]

Primatenzentrum.
Vielfach zugefügtes Leid,
in Kauf genommen.
Den Kelch Niederen gereicht.
Warum höre ich euch nicht.

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