Regen[01]

Kopfsteinpflaster liegt im Glanz,
pfützübersät,
der Regen kann ’s

leuchten lassen, gar hell erstrahlen –
wär ’s wie wir,
würd ’s damit prahlen.

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Die kleine Welle

Aufgetürmt
zu schaumig‘ Größe,
führst es an,
das tosend‘ Heer.

Voller Stolz,
gibst keine Blöße,
trotzt in Fisches Teich
dem Meer.

 

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Tagtraumelixier

Fühlt sich in die Note,
verschlingt ihren Klang,
mal freudiger Bote,
mal Wehmutsgesang.

Musik, seine Größe,
Tagtraumelixier.
Vergessen die Blöße,
entschwindend vom Hier.

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Du warst mir lieb

Liegst neben mir,
nach letztem Wort.
Du warst mir lieb,
lebst in mir fort.

Warst mir ein Buch,
Sehnsucht und Glück.
In hellen Nächten
kehrst Du zurück.

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Bewahrter Brief

Sanft gestrichen,
wie jedes Mal.
Verwischt, verblichen
im Tränental.

Bewahrter Brief,
erlitt’ne Freud‘.
Gedankentief,
vergang’ne Zeit.

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Erwacht

Noch schlafend der Morgen,
die Sehnsucht ist wach
und schwebt, nach Dir rufend,
durch ’s dämmrig‘ Gemach.

Die Tränen getrocknet,
ein Lächeln gezeigt,
so geht es dahin
bis der Tag sich verneigt.

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Kindes Momente

Grad‘ ein Jahr,
doch viel Vertrauen.
Zeigt der Welt,
schau, ich bin da.

Mutter,
solltest zu ihm schauen.
Die Momente
werden
rar.

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blickt mich an

Im Spiegel blickt mich an,
ein and’rer Untertan,
der Herren
die die Welt regieren,

der wagt,
den Mut hat zu riskieren,
das Widerwort,
das HALTET EIN.

Wünscht‘ mir,
könnt selbst
mein Bildnis sein.

 

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Kleine Augen

Möcht‘ ein Lächeln sehen,
in jeden Kinds Gesicht.
Kann einfach nicht verstehen,
dass es uns oft nicht ficht,

in kleinen Augen Fliegen,
gar Schrecken, Angst und Pein.
Seh‘ dich, sanft schlummernd liegen,
sollst jedes Kind jetzt sein.

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Die Küsterin

Anna war Küsterin,
in Dorfes Dom.
Kirchgängerflüsterin,
ich sah sie schon,

von weit her kommend,
am Eingang steh’n,
Ihr Antlitz sonnend,
zum Sterben schön.

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Politik

Wär‘ Politik nur Ehrenamt,
wie möchte das wohl sein.
Gar unbezahlter Sachverstand,
die Blender packten ein.

Redenschreiber bräucht‘ man nicht,
kein Ferienhaus im Schilf.
Minister, die kein‘ Sorg‘ je ficht,
uns bleibt wohl nur –
‚Herr, hilf‘.

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Schwebende Feen

Auf Pferdes Rücken,
sie fliegen dahin.
Hör‘ ihr Entzücken,
bleibt mir im Sinn.

Schwebende Feen,
Erinnerung leis‘.
Ein Wiedersehen,
am Seil, im Kreis.

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Sehnsucht

Weißt einen Namen,
doch kennst sie nicht.
Gesäter Samen,
hat kein Gesicht.

Wächst ewig während,
gedeiht und verdirbt.
Reste auskehrend,
sie vor dir stirbt.

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Oberholz

Unterholz war auch
einst oben.
Laub und Äste,
Eicheln auch.

Von Umständen hinab
gezogen,
zu wärmen jetzt
der Erde Bauch.

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Darum

Ihr zeigt ihm Gewalt
und schaurige Fratzen.
Sein Plan nimmt Gestalt,
die Bombe wird platzen.

Sucht nur das Motiv,
hat keines dabei.
Bei Gott, den er rief –
jetzt ist er frei.

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Braun zu Grün

Braune Halme,
wieder grün,
wenn schließlich
Regen fällt.

Die Gesinnung,
eine Wiese,
wie einfach
wär‘ die Welt.

 

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nur geträumt

Rücken an Rücken
auf altem Steg.
Kopf an Kopf
gerannter Weg.

Nur geträumt
von hohem Ziel.
Mit dem Strom,
im gefang’nen Stil.

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…Sie……………

Wenn Sie begegnen,
im schützend‘ Dunkel.
Sie wollen zwar segnen –
doch sind Furunkel.

Sie dringen tief,
lassen niemals mehr los.
Du bist doch ihr Gott –
wo ist dein Schoß…?…

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