Politik

Wär‘ Politik nur Ehrenamt,
wie möchte das wohl sein.
Gar unbezahlter Sachverstand,
die Blender packten ein.

Redenschreiber bräucht‘ man nicht,
kein Ferienhaus im Schilf.
Minister, die kein‘ Sorg‘ je ficht,
uns bleibt wohl nur –
‚Herr, hilf‘.

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Stell dir vor

Stell dir vor,
es gäbe den Morgen.
Stell dir vor,
du wärst dort geborgen.

Stell dir vor,
er nähm‘ deine Hand.
Stell dir vor,
du wärst ihm bekannt.

Stell dir vor,
er gäb‘ dir den Mut.
Stell dir vor,
es wird wieder gut.

Schwebende Feen

Auf Pferdes Rücken,
sie fliegen dahin.
Hör‘ ihr Entzücken,
bleibt mir im Sinn.

Schwebende Feen,
Erinnerung leis‘.
Ein Wiedersehen,
am Seil, im Kreis.

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Sehnsucht

Weißt einen Namen,
doch kennst sie nicht.
Gesäter Samen,
hat kein Gesicht.

Wächst ewig während,
gedeiht und verdirbt.
Reste auskehrend,
sie vor dir stirbt.

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Oberholz

Unterholz war auch
einst oben.
Laub und Äste,
Eicheln auch.

Von Umständen hinab
gezogen,
zu wärmen jetzt
der Erde Bauch.

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Zur Nacht

Bist leise Nacht,
mir ist nicht bang,
der laute Tag entschwindet.

Du hältst mich sacht,
im Arm, bis dann,
im Schlaf,
mein Traum mich findet.

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Darum

Ihr zeigt ihm Gewalt
und schaurige Fratzen.
Sein Plan nimmt Gestalt,
die Bombe wird platzen.

Sucht nur das Motiv,
hat keines dabei.
Bei Gott, den er rief –
jetzt ist er frei.

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Braun zu Grün

Braune Halme,
wieder grün,
wenn schließlich
Regen fällt.

Die Gesinnung,
eine Wiese,
wie einfach
wär‘ die Welt.

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Die Erwählten

Hinterlassen keine Spur
von Scham

Gehen, statt in die Geschichte
in die Wirtschaft

Verhöhnen unsere Kindeskinder
und deren Zukunft

Sagen, wenn sie in den
Arbeitsmodus gehen

Genießen den Lebensabend
im abgesicherten Modus

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nur geträumt

Rücken an Rücken
auf altem Steg.
Kopf an Kopf
gerannter Weg.

Nur geträumt
von hohem Ziel.
Mit dem Strom,
im gefang’nen Stil.

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…Sie……………

Wenn Sie begegnen,
im schützend‘ Dunkel.
Sie wollen zwar segnen –
doch sind Furunkel.

Sie dringen tief,
lassen niemals mehr los.
Du bist doch ihr Gott –
wo ist dein Schoß…?…

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Für die Nacht

Der Tag sieht helles Minenspiel
und freundliche Gesichter.
Doch nach der Dämm’rung bleiben nur
Laternen, Neonlichter.

Die Nacht bekommt nun zu Gesicht
was der Tag ihr übrig ließ
und sagt sich, morgen denk ich dran,
dass ich die Augen schließ‘.

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Als irgendwann

Näher,
als irgendwann.

Weiter,
so weit ich kann.

Lauf wieder weg,
bleibst nur ein Bild,

ein Sehnen, das
wohl nie gestillt.

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Hallo Tag

Hallo Tag,
was für mich dabei.

Das mir hilft

Dich rumzukriegen.

Was zu bewirken,
vielleicht
sogar
für Andere.

Was zu tun,
das in Erinnerung bleibt.
Vielleicht sogar mir.

Was zu tun,
das über Dich hinauswächst.

Was zu tun,
das nach Vielen
die nach Dir kommen,
noch da ist.

Die Welt
zu verändern –
auch wenn’s nur meine ist.

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Erinnern

Erinnern
meint,
sich kümmern,
um gelebte Tage,
zu stellen in Frage,
manch‘ gegangenen Weg.

Erinnern
meint,
verschlimmern,
dieses sanftschlimme Beben,
ein nochmal zu Erleben,
manch‘ vergangenen Schmerz.

Erinnern
meint,
ein Flimmern,
wenn geliebte Stunden
drehen ihre Runden,
im leichtschweren Herz.

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Das Rennrad

Ein alter Herr,
das Rennrad, weiß,
ist auf dem Weg
mit ihm, zum Greis.

Noch gestern fuhr
er mit ihm aus.
Ich seh‘ die Trauer,
Geleit nach Haus‘.

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Ein Weg

Ein Weg ist schwer
ein and’rer leicht.
Ein Weg ist Meer
ein and’rer seicht.

Ein Weg heißt Freud
ein and’rer Leid.
Ein Weg bereut
vertane Zeit.

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Einflussnahme

Reklameminister
mit dem Tornister
liebvoller Worte.

Fabrikeigners Pforte
öffnend sogleich-
ihr Himmelreich.

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