Frühling[02]

Die Teiche sind gefüllt beinah,
hört, was ich beim Flanieren sah,
etwas, dass mich fröhlich stimmte,
des langen Winters letzte Finte.

© Copyright Text Wolfgang Weiland

Ewiges Leben

Ewiges Leben,
würde es geben.

Sagten sie Dir,
schlossen die Tür.

Dann im Geheimen,
mit sich im Reinen,

um ’s Leben geschehen,
man sagt doch –
Vergehen.

© Copyright Text Wolfgang Weiland

Dein Lächeln

Ich sah in dieses Lächeln,
du warst so voller Licht.
Ich sah vor lauter Lächeln,
nur schemend dein Gesicht.

Das ist, was mir geblieben,
wenn ich jetzt schau zurück.
Ich nehm’s mir mit nach drüben,
als SehnsuchtsAugenblick.

© Copyright Text Wolfgang Weiland

Alle Zeit der Welt

Sie werden Plastik reduzieren.
Sie werden Glyphosat verbieten.
Sie werden aus der Braunkohle aussteigen.
Sie werden irgendwelche Klimaschutzziele erreichen.
Sie nehmen sich alle Zeit der Welt…

…bis die Welt keine mehr hat.

© Copyright Text Wolfgang Weiland

Ein Vers

Hör‘ Verses Beschwerde,
er sei ungelesen.
Bin doch auch
dabei gewesen.

Muss ihm sagen,
Zeit wiegt zu schwer.
Darf auch nicht schmälern
Frühdichters Ehr‘.

Doch wurdest auch Du
mit Bedacht gewählt.
Vielleicht braucht es Jahre –
doch Du wirst erzählt.

© Copyright Text Wolfgang Weiland