Seelensorge

Er war ein Seelensorger. Gelernt hatte er es nicht. Vielleicht wollte er dem Vater gleich sein, auf eine Art. In diese Sorge, um Andere als die eigene Seele, wuchs er hinein. Und genau das war es dann auch, ein umdieSeelensorgen, ein sichSorgenmachen auf Distanz. Manches Mal hatte er schon gedacht, er könnte auch für andere Seelen sorgen, ein fürdieSeelensorger sein, doch er merkte schnell, dass dies ein weiter Weg werden würde. Wohl zu weit für ihn. Hatte der Vater Erfolg gehabt, bei der fürdieSeelensorge ? Was wäre denn ein Erfolg? Andere Seelen erblühen zu sehen, um so, vielleicht, selbst sichtbarer zu sein? Wollte er diese Sichtbarkeit denn? Sollte ein fürdieSeelensorger nicht eher im Verborgenen wirken und sein Selbst zurücknehmen? Müsste ein fürdieSeelensorger ein Christ sein, wogegen zu einem umdieSeelensorgen ein Jeder in der Lage wäre? Dabei unterscheiden manche Christen auch zwischen Christ- und gläubiger Christ sein. Könnte also ein Nichtgläubiger auch den Sprung schaffen, von einem umdieSeelensorger hin zu jemandem, der für Seelen da sein darf?

Er nahm sich vor, es zu versuchen.

© copyright all lyrics wolfgang weiland

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