Eine Hausarbeit in Geschichte…

…die 15jährige Nele trägt sie mit sich herum, weiß nicht wie anfangen. Ihrer 90jährigen Nachbarin Irma ist sie schon oft begegnet, doch bisher hatte es nicht für mehr als eine Begrüßung gereicht. Das Haus beginnt zu erzählen, von der heutigen Nele, von frühen Beobachtungen und Erfahrungen. Ich dachte zuerst, es würde mich verwirren, ich könnte es nicht lesen, dieses ‚Treppe aus Papier‘ von Henrik Szanto. Ein Haus als WirErzähler. Das Treppenhaus, die Fenster und Türen, die Rohre und Leitungen tragen ihm Geschichten zu und es erzählt. Ich spürte keinerlei Verwirrung, ich versank in der Lektüre. Es erzählte mir von Irmas früher Schuld, sich von der unerlaubten Freundin Ruth abgewandt zu haben, um dem nazitreuen Vater zu gefallen, und wie dann die Nele bei ihr in der Küche sitzt und ihr gebannt zuhört. Dieses Buch war eine emotionale Reise, hat mich mitgenommen, dafür bin ich ihm sehr, sehr dankbar…

mit lieben Grüßen

4 Antworten auf „Eine Hausarbeit in Geschichte…“

  1. Ein Haus, das erzählt, das ist neu und etwas seltsam, aber deine Begeisterung für das Buch zeigt, dass es funktionieren kann.
    Danke für den schönen Buchtipp und lieben Gruss,
    Brigitte

  2. Interessante Perspektive gewiss, die mich neugierig machen würde. Aber solche Inhalte muss man verarbeiten können…

    Liebe Grüße,
    SyntaxiaSophie

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