Er träumt

Er träumt, kleine Hallig,
Er, Hund und das Meer.
Vier Monde Land unter,
Ach, Sehnsucht, so schwer.

Ein Band, fast entzwei,
Sein Halten nur schwach.
Sturmtosende Wellen,
Solch‘ Sehnen, ach, Ach.

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Hannah

Wo Hannah ist,
war Leben.
Wo Hannah ist,
war Mut.

Wo Hannah ist,
jetzt Zweifel.
Wo Hannah ist,
noch Glut.

Wo Hannah ist,
ein Hauchen.
Wo Hannah ist,
lebt Mut.

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Weder Namen

Weder Namen
noch Gesicht.
Nur die Ahnung,
aus ferner Sicht,

ging etwas entzwei,
wird nicht wieder gut.
Die Fülle der Sehnsucht
in mir –
die Flut.

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Toleranz

Dulden meint doch nur
zu lassen.
Es reicht doch nicht,
nur nicht zu
hassen.

Die Hände tief in
edlem Stoff.
Vor uns, bedürftig‘ Mensch
der hofft,
sie würden nach ihm
ausgestreckt.

Wir haben Menschlichkeit
versteckt.
Gerade Wege, ignorant
und stur.
Die Erde duldet uns
doch nur.

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Schulterblick

Ein Herz sah sich nach Ander’n um,
war ängstlich,
konnt‘ nicht fühlen.

Kam eins des Weges, doch wie dumm,
tat nichts –
es wollt‘ nur spielen.

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Glaubensbrüder

Sollt‘ Bruder sagen,
er tat es nicht gern.
Ist ihm gar deshalb
sein Bruder so fern?

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Ein Morgengruß

Ein Morgengruß,
‚Du bist mir lieb‘,
verließ g’rad‘
meine Hand.

Doch ist es gleich,
was ich Dir schrieb,
ich bleib‘ Dir
unbekannt.

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