Braun zu Grün

Braune Halme,
wieder grün,
wenn schließlich
Regen fällt.

Die Gesinnung,
eine Wiese,
wie einfach
wär‘ die Welt.

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Die Erwählten

Hinterlassen keine Spur
von Scham

Gehen, statt in die Geschichte
in die Wirtschaft

Verhöhnen unsere Kindeskinder
und deren Zukunft

Sagen, wenn sie in den
Arbeitsmodus gehen

Genießen den Lebensabend
im abgesicherten Modus

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nur geträumt

Rücken an Rücken
auf altem Steg.
Kopf an Kopf
gerannter Weg.

Nur geträumt
von hohem Ziel.
Mit dem Strom,
im gefang’nen Stil.

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…Sie……………

Wenn Sie begegnen,
im schützend‘ Dunkel.
Sie wollen zwar segnen –
doch sind Furunkel.

Sie dringen tief,
lassen niemals mehr los.
Du bist doch ihr Gott –
wo ist dein Schoß…?…

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Für die Nacht

Der Tag sieht helles Minenspiel
und freundliche Gesichter.
Doch nach der Dämm’rung bleiben nur
Laternen, Neonlichter.

Die Nacht bekommt nun zu Gesicht
was der Tag ihr übrig ließ
und sagt sich, morgen denk ich dran,
dass ich die Augen schließ‘.

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Erinnern

Erinnern
meint,
sich kümmern,
um gelebte Tage,
zu stellen in Frage,
manch‘ gegangenen Weg.

Erinnern
meint,
verschlimmern,
dieses sanftschlimme Beben,
ein nochmal zu Erleben,
manch‘ vergangenen Schmerz.

Erinnern
meint,
ein Flimmern,
wenn geliebte Stunden
drehen ihre Runden,
im leichtschweren Herz.

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Das Rennrad

Ein alter Herr,
das Rennrad, weiß,
ist auf dem Weg
mit ihm, zum Greis.

Noch gestern fuhr
er mit ihm aus.
Ich seh‘ die Trauer,
Geleit nach Haus‘.

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Ein Weg

Ein Weg ist schwer
ein and’rer leicht.
Ein Weg ist Meer
ein and’rer seicht.

Ein Weg heißt Freud
ein and’rer Leid.
Ein Weg bereut
vertane Zeit.

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Einflussnahme

Reklameminister
mit dem Tornister
liebvoller Worte.

Fabrikeigners Pforte
öffnend sogleich-
ihr Himmelreich.

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War eine Frau

War eine Frau aus der Mitte,
die wusste, es war gute Sitte,
sich wählen zu lassen.
Doch schien ’s ihr zu passen,
zu biedern sich an rechte Dritte.

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